1 Jahr linke Wange, 1 Jahr Umdenken im Kopf

Umdenken im Kopf: 1 Jahr linke Wange – Think different – act nonviolent! 

umdenken-happy-birthdayUmdenken im Kopf, think different, act nonviolent.
Kaum zu glauben: 1 ganzes Jahr ist es nun schon wieder her, dass ich mit Linke Wange und somit mit dem Versuch, zu einem Umdenken in der Welt (m)einen Beitrag zu leisten, mein Bloggerleben begann.

Und genauso unglaublich, was ich in diesem Jahr alles dazu gelernt habe an Dingen, von denen ich zuvor gar nicht wusste, dass sie überhaupt existieren (Word Press? nie gehört; SEO, ist das eine neue politische Partei?; Videos, ach, die muss man produzieren, die sind gar nicht automatisch auf Youtube?).

Tatsächlich hab ich in diesem 1 Jahr so viele neue Sachen gelernt, dass ich manchmal ungläubig zurückblicke und nur denke: Wow!
Auf viele Dinge, die ich zuvor als selbstverständlich hingenommen habe, blicke ich nun mit ganz neuen Augen. Umdenken und neu denken auch im Technik und Online Publishing Bereich. Doch darauf wollte ich gar nicht hinaus.

Wie alles begann

13. November 2015: Ich habe 2 Freunde eingeladen, wir verbringen  zusammen einen gemütlichen „Herrenabend“. Wir haben zusammen gekocht, köstlich gespeist und genießen nun das Fußball-Länderspiel Frankreich-Deutschland in Paris.
Boateng (so meine ich mich zu erinnern) führt gerade den Ball, als ein lauter Knall zu hören ist. „Seltsam“, denkt es in mir und sagt es aus mir: „Was war denn das?“. 
Die kleine Ruhestörung ist bald vergessen, und wir widmen uns weiter dem Spiel. Nach dessen Ende verabschiede ich die 2 Kumpels und schalte nochmal kurz den Fernseher an.

Was ich da nun zu sehen und zu hören bekomme, lässt mir den Atem stocken, ein ungläubiges „Oh nein!“ hallt in den Raum, ich registriere, wie ich immer wieder fassungslos den Kopf schüttle und die Hände vor´s Gesicht halte. Und immer wieder dieses „Oh, nein!“.

An mehreren Orten in Paris, so erfahre ich, haben Menschen mit Gewehren und Bomben zahlreichen anderen Menschen und sich selbst das Leben genommen. Auch unmittelbar am Stadion, wo das Fußballspiel stattgefunden hatte. Ich erinnere mich wieder an den Knall…

An diesem Abend spürte ich Ohnmacht, Hilflosigkeit, Angst und Trauer, die mich in den folgenden Tagen begleiteten…

Verlassen der Komfortzone

Vor 1 Jahr habe ich begonnen meine Komfortzone zu verlassen bzw. zu erweitern. Und zwar mit dem Erstellen und Publizieren der ersten Seiten von linke Wange, der Startseite und der Über-Seite  (ok, ich weiß, ich werd sie bald mal wieder überarbeiten und aktualisieren 😉 ), die am 08.12. online gingen.

Ebenfalls am 08.12. erstellte ich die Facebook Fanpage (übrigens, falls Du die noch nicht geliked hast, darfst Du das hier gerne tun. Ich würde mich sehr  darüber freuen)Umdenken im Kopf, Facebook Like

Linke Wange war, nach kurzer Schwangerschaft von ca. 3 Wochen, geboren. (Letztere war grundgelegt durch die oben geschilderten Ereignisse des 13.11., den erschütternden Anschlägen auf Paris, die in mir als Antwort auf die beschriebene Hilflosigkeit die Vision weckten, eine sinnvolle und wirksame Antwort zu geben).
Ausgelöst wurde sie dann durch Robert Kraxner [das verstehe nun aber bitte eher bildlich als wörtlich  😉 ], vielmehr durch eine Anregung von ihm, durch das Starten eines Blogs, erfolgreich etwas in der Welt bewirken zu können. Vielen Dank Robert. 

Der erste Artikel und der Name des Projekts

Den ersten lauten Schrei machte das Baby dann am 19.12. 2016 um 08:26 Uhr, mit dem Drücken des Buttons „Veröffentlichen“ für den ersten Artikel.

Nur ein einziger, kleiner Mausklick, doch ich kann Dir sagen, er bescherte mir feuchte Hände und eine Steigerung der Herzfrequenz um mindestens 30 Schläge pro min. Und er dauerte von der Intention bis zur Ausführung bestimmt 5 Minuten.

Und da war er nun in der Welt, mein erster Blogartikel: Die andere Wange hinhalten? Ich bin doch nicht blöd, oder?
Der Artikel, der das programmatische Bild für den Blog grundgelegt hat: Linke Wange. Und, der auch das Programm der Seite kennzeichnet: Think different,  (Ich weiß, das ist grammatikalisch nicht ganz ok. Es klingt dafür gut, für meine Ohren besser als differently), Umdenken im Kopf für ein gewaltfreies Reden und Handeln.  

Denn entgegen dem ersten Gedanken, der einem kommen könnte, wenn einem geraten wird, die andere Wange hinzuhalten („Bin ich bescheuert?“ oder sowas Ähnliches) wird in dem Artikel deutlich, wie Jesus das damals gemeint hat und warum es sinnvoll und friedensstiftend ist, die linke Wange hinzuhalten.
Es geht nämlich nicht darum, zu kuschen und klein beizugeben. Sondern es geht darum, dem Anderen auf Augenhöhe zu begegnen und gewaltfrei die beiderseitigen Bedürfnisse in den Blick zunehmen. Wahrhaftig ein neues Denken.

Umdenken, neu handeln, gewaltfrei handeln

Umdenken als Voraussetzung für gewaltfreies Handeln, think different – act nonviolent. Denn tatsächlich ist es so, dass unsere Kultur seit tausenden von Jahren von Gewalt, von hierarchischen Strukturen, von „muss“ und „soll“ geprägt ist. Um dieses angelernte Verhalten von Einzelnen, Organisationen und Staaten zu durchbrechen, erfordert es ein neues Denken.

Das viel zitierte „Kehrt um, tut Buße“ des Täufer-Johannes im Neuen Testament, das viele Kirchenleute mit symbolisch erhobenem Zeigefinger gerade jetzt in der Adventszeit immer wieder in die Menge rufen, lautete übrigens in den ersten griechischen Bibeln „Metanoia„, denkt neu, denkt um! (Ob es dazu eine in der Vergangenheit verhaftete Buße braucht?)

1 Jahr Umdenken im Kopf. Happy Birthday Linke Wange Klick um zu Tweeten

Der rote Faden: Umdenken als Perspektivenwechsel

Unter diesem Vorzeichen des Umdenkens, des Perspektivenwechsels, stehen die meisten Artikel auf linke Wange. Es geht um eine Veränderung des Denkens als Voraussetzung für eine Änderung des Handelns.

Denke neu, think different,

und vieles andere mehr.

Auch in zwei der beliebtesten und am häufigsten gelesenen Artikel geht es um eine Haltungsänderung:

In dem einen im tatsächlichen Wortsinne: 10 Körperhaltungen für sofortige Wohlgefühl. Das ist der mit Abstand (und für mich ziemlich überraschend) erfolgreichste Artikel.

Und: Als ich mich selbst zu lieben begann – Charlie Chaplin und die Frage nach dem Sinn, der für mich emotionalste Artikel.

Das neue Element in meinem Leben

Diese und noch viele andere sind in diesem Jahr entstanden. Und wenn ich nun ein Jahr zurückblicke, komme ich doch etwas ins Staunen, denn so hatte ich das kaum für möglich gehalten.

Es gab viele Freudenmomente, ausgelöst durch Wertschätzung, Unterstützung, Dankbarkeit, große Reichweitenzahlen, Verweise auf die Seite etc. Und auch einige Tiefen wie technische Probleme, Schreibblockaden, nagende Kritik oder „floppende“ Artikel.

Alles in allem war (und wird es bestimmt auch weiterhin sein) Linke Wange eine riesige Bereicherung meines Lebens mit all diesen Höhen und Tiefen. Ganz im Sinne Marshall Rosenbergs, der die Aussage geprägt hat:

Was auch immer das Gefühl ist -ob Schmerz oder Freude- es ist ein Geschenk, und seine Schönheit liegt darin, dass es Dir zeigt, dass Du lebendig bist.
Das Ziel im Leben ist nicht, immer glücklich zu sein, sondern all unser Lachen zu lachen und all unsere Tränen zu weinen.
Was auch immer sich in uns offenbart, es ist das Leben, das sich darin zeigt 

Und Du, lieber Leser, warst und bist an diesem Geschenk beteiligt. Ich danke Dir von Herzen dafür und verspreche Dir weitere (hoffentlich) interessante,inspirierende, bereichernde Artikel auf Linke Wange.

Nun fänd ich´s toll, wenn Du Linke Wange ein Geburtstagsgeschenk machst. Schreibe unten in den Kommentaren, welcher Artikel Dich am meisten berührt, oder welcher am meisten beeindruckt hat, was hat Dich veranlasst, Dein Denken, vielleicht sogar Dein Leben zu ändern?

Vielleicht auch schon ein Ausblick auf das nächste Jahr: Welche Themen wünschst Du Dir, was willst Du gern auf Linke Wange lesen?

Teile mit uns Deine Gedanken und Ideen in den Kommentaren.

Herzliche Grüße,

Peter

4 Replies to “1 Jahr linke Wange, 1 Jahr Umdenken im Kopf”

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Blog-Jubiläum, Peter. Ich wünsche dir auch für 2017 spannende Einsichten und tolle Blog-Ideen rund um das so wichtige Thema Gewaltfreie Kommunikation. In den Blog-Links deines Artikels werde ich noch stöbern.
    Viele Grüße
    Christine

  2. Lieber Peter,
    herzlichen Glückwunsch zum 1-jährigen! Ich bin froh, dass ich Deinen Blog gefunden habe.
    Von den Artikeln, die ich gelesen habe, hat mich „Das Wunder der Gewaltfreien Kommunikation“ am tiefsten berührt. Am meisten gelernt habe ich von den Artikeln über die Giftpfeile der Kommunikation, darüber würde ich nach Möglichkeit gerne mehr lesen.
    Liebe Grüße
    Thomas

    1. Lieber Thomas,
      vielen Dank für den Glückwunsch und für Deine Rückmeldung, die mich freudig berührt.
      Zu den Giftpfeilen hab ich noch einige Themen im Hinterkopf, da wird bestimmt noch das eine oder andere kommen. Unsere Sprache ist ja so reichhaltig und auf jeden FAll wert, dass wir uns bewusster damit auseinandersetzen. Ich bin am überlege, ob ich die Themen in einem Buch zusammenfasse. Mal sehen.
      Liebe Grüße auch Dir, Peter

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