Wie würdest Du ein Feuer löschen, mit Normalbenzin oder Super? (27 Gründe gegen Krieg und Gewalt)

Beitragsbild im Beitrag gegen Krieg und Gewalt : 2 Feuerwehrleute bekämpfen großes Feuer„Feuer!!“

 

„Es brennt!!“

 

„Hiiiilllfffffeeeeeeee, es brennt an allen Ecken und Enden.“

„Kein Problem, wir haben nahezu unendliche Vorräte an Flüssigkeiten hier zum Löschen: barrelweise Superbenzin, Kubikmeter an Diesel, Tonnen von Rohöl. Damit werden wir das Feuer schon auskriegen!!“

Finde den Fehler in diesem kleinen fiktiven Dialog. Wenn´s Dir so geht wie mir, dürftest Du das ziemlich absurd finden.

Nun, so absurd, geisteskrank fällt mir auch noch dazu ein, handelt oft die Menschheit, wenn sie versucht, gewaltsamen und kriegerischen Akten mit Krieg und Gewalt zu begegnen. So, als würden sie tatsächlich glauben, sie könnten mit Benzin ein Feuer löschen.

Der Mythos der erlösenden Gewalt, der Jahrtausende alt ist und tausende Male gezeigt hat, dass er nicht funktioniert, beherrscht noch immer die Köpfe der meisten Menschen auf unserem schönen Planeten.

Allzu schnell erliegen die Meisten noch immer dem Glaubenssatz, dass Gewalt letztendlich nur mit Gewalt zu überwinden ist.

Beschönigend wird manchmal davon gesprochen, dass Krieg das letzte Mittel der Politik sei. Wenn man sich dann anschaut, wie viel gewaltfreie Wege überhaupt nur bedacht, geschweige in Erwägung gezogen wurden, ist dieser Spruch schnell als rechtfertigende Ausrede entlarvt.

Zum Glück und zur Hoffnung gab und gibt es auch immer wieder Menschen, die diese Glaubenssätze hinterfragen, ihnen ein neues Denken entgegensetzen.

Von ihnen und diesem Denken soll hier die Rede sein. Von ihren Ansichten, in einem kleinen Satz pointiert, der aufrüttelt, zum Nachdenken und hoffentlich Andershandeln anregt.

Mach Dich mit mir auf die Reise in das Land der Gewaltfreiheit. Du bist herzlich eingeladen:

 

Ohne Frieden im Inneren keiner im Außen

Beim Schreiben meiner Artikel und Gestaltung der Seite linke Wange | think different – act nonviolent bin ich manchmal mit mir im Zwiespalt (Jahaaaa, da fängt der „Krieg“ schon an 😉 …)

Es drängt mich, Stellung zu beziehen zu den gewaltsamen Geschehnissen der letzten Zeit, zum Agieren unserer Politiker, zu Flüchtlingspolitik, Umgang mit geflohenen Menschen und Fremdenfeindlichkeit…

Und ich spüre, ja weiß gleichzeitig: Ohne inneren Frieden wird der äußere nie möglich sein.

Daher ist die Entscheidung, schreibe ich über die äußere Gewalt und den Frieden in der Welt, oder beleuchte ich innere Vorgänge und Haltungen zum Frieden eigentlich gar keine.

Es geht nich um Entweder-Oder, sondern um Sowohl-als-Auch. Das Erste funktioniert nicht auf Dauer ohne das Andere.

Deswegen nehmen die Artikel über den inneren Frieden auf linke Wange einen großen Platz ein. (Zudem bin ich kein Politiker, und meine Lust, einer zu sein hält sich in ziemlich engen Grenzen).

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Diese Empfehlung Gandhis ist der Anspruch dieser Website.

Und so beginne ich auch mit Friedenszitaten, die den inneren Frieden als Voraussetzung für den äußeren beschreiben.

#1.

Wer mit sich selbst in Frieden lebt, kommt nicht in Versuchung, anderen den Krieg zu erklären

Ernst Ferstl

Ist das so? Ja.

Denn wer sich selbst liebt, kann gar nicht anders als lieben: Alles, was um ihn herum ist. Er kommt nicht nur nicht in Versuchung, er kann es gar nicht, dem Anderen den Krieg zu erklären. Der innere Friede wäre dahin.

Auch umgedreht genauso wahr:

#2.

Wer selbst keinen inneren Frieden kennt, wird ihn auch in der Begegnung mit anderen Menschen nicht finden.

Alle Friedensbemühungen fangen bei uns selber an.

#3.

Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen … zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen, und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil

Liebe ist grundgelegt, Hass, Krieg und Gewalt werden gelernt. Leider ist dies seit tausenden von Jahren das konventionelle Lernsystem, das die Liebe allzu oft verdeckt, zuschüttet, unauffindbar macht.

Die frohe Botschaft ist: Du kannst sie immer wieder finden. Die Wahl liegt bei Dir.

Wie es auch im nächsten Gedanken wunderbar beschrieben ist:

#4.

Zwischen dem Auslöser und der Antwort befindet sich ein Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, eine Antwort zu wählen. In dieser Antwort liegt unser Wachstum und unsere Freiheit

In den tiefsten Schichten useres Gehirns ist ein Muster an Reaktionsweisen grundgelegt, über das bereits die ältesten Tierarten verfügten. Es hat ihnen das Überleben gesichert. Ich nenne es gern das Reptiliengehirn.

Leider ist das Reaktionsmuster äußerst eingeengt. Es beschränkt sich auf 3 Möglichkeiten der Reaktion auf einen Angriff oder Bedrohung: Fight, Flight, Freeze.

Aufgrund des großen Erfolgs dieses Musters im Tierreich, was das eigene Überleben angeht, ist es äußerst wirksam und mächtig. Und vor allem schnell.

Viele menschliche Reaktionen entspringen noch diesem reflexhaften Muster. V.a. wenn sie unbewusst erfolgen:

  • in einer Auseinandersetzung aggressiv zurückbläffen oder gar zuschlagen
  • aus einer unangenehmen Konfliktsituation einfach rausgehen; ohne Erklärung und Kommentar
  • erstarren und betroffen gar nichts mehr sagen oder tun

Das Unangenehme, der Konflikt, bleibt dabei bestehen.

Im Lauf der Evolution hat sich nun auch das Gehirn um einiges weiter entwickelt. Es sollte uns daher möglich sein, auf einen Angriff bewusster, überleg(en)ter und kreativer zu reagieren als eine Eidechse, eine Klapperschlange oder ein Kaninchen vor derselben.

Zumal das Ergebnis dieser Reaktionen zumindest bei uns Menschen weniger das Überleben ist. Vielmehr engen sie unsere Möglichkeiten ein und führen oft ins Verderben.

Nutze den Raum, von dem Frankl spricht, mit Deiner Bewusstheit für eine neue Qualität des (Über-)Lebens.

Bereits Cicero hat das erkannt:

#5.

Es gibt zwei Wege, einen Streit zu beenden: die friedliche Erörterung oder die Gewalt. Das letztere Mittel ist das der wilden Tiere, das erstere ziemt sich für vernünftige Wesen.

Wo findet sich der Friede und wann ist er echt?:

#6.

Jeder muss seinen Frieden in sich selber finden, und soll der Friede echt sein, darf er nicht von äußeren Umständen beeinflusst werden

Egal, was außen passiert, einen Menschen,der den inneren Frieden lebt wird nichts aus der Bahn werfen.

 

Folgen von Krieg und Gewalt

Wie oft wird versucht, mit Gewalt Frieden zu erreichen. Kann aus Krieg und Gewalt jemals Frieden folgen? Ruhe vielleicht, eine Zeit lang –  aber Frieden?

#7.

Die größte Schwäche der Gewalt ist, dass sie in eine Abwärtsspirale führt, die genau das, was sie zerstören will, erzeugt

Es ist so offensichtlich, dass Gewalt immer nur wieder zu Gewalt führt, meist zu noch mehr Gewalt. Eine Spirale ins Unendliche – oder bis nichts mehr geht.

#8.

„War against terrorism.“ – und die Folgen? – Terrorism against war

Felix Renner

Und die Folgen? … noch mehr war, noch mehr terrorism; eine unendliche Spirale

#9.

Anti-Terrorkriege sind Terrorzuchtprogramme

Jürgen Todenhöfer

Krieg und Gewalt warten nur darauf, sich selbst rechtfertigen zu dürfen.

#10.

Es bleibt einem das entsetzliche Gefühl, dass Krieg nichts löst; dass einen Krieg zu gewinnen genau so katastrophal ist, wie einen zu verlieren

Mag sein, in einem Krieg gibt es einen Sieger. Aber es gibt keine Gewinner. Zurück bleiben nur Verlierer: eine lose-lose-Situation, wenn man so will.

#11.

.

Auge um Auge führt nur dazu, dass die ganze Welt erblindet.


Warum sehenden Auges in die Erblindung laufen? Oder macht blinde Wut bereits vorher das Auge und den sehenden Verstand unbrauchbar?

#12.

Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen

Jesus von Nazareth

Die Folgen von Krieg und Gewalt auf den Punkt gebracht von dem Menschen, dessen Leben ein einziges Zitat der Gewaltfreiheit war.

 

Mach Deinen Feind zum Freund

Warum solltest Du das tun? Warum solltest Du einen Feind zum Freund machen? Darum:

#13.

Ich zerstöre meine Feinde wenn ich sie zu meinen Freunden mache

Abraham Lincoln

Damit ist sicherlich nicht die physische Zerstörung gemeint. Jedoch lässt sich der Status des Feindes im Kopf durchaus auflösen, wenn Du anfängst, im „Feind“ den Menschen zu sehen. Im Grunde gibt es dann keine Feinde mehr.

Etwas Ähnliches drückt Mirjam in Luise Rinsers gleichnamigem Roman aus, als sie zu Jesus sagt:

#14.

Den Feind lieben, sagst du. Aber gibt es denn überhaupt Feinde? Ich meine, man ist doch nicht von jeher Feind. Man wird’s

Mirjam

Mach Deine Feinde zu Freunden und Du wirst keine Feinde mehr haben.

#15.

Liebe ist ein seltenes Kraut, das selbst den geschworenen Feind zum Freund macht, und dieses Kraut erwächst aus der Gewaltlosigkeit

Gandhi

Das ist Naturheilkunde vom Feinsten. Ein natürliches Antibiotikum gegen Gewalt. Allerdings Vorsicht; nicht ganz frei von Risiken und Nebenwirkungen (frag Deinen Arzt…).

#16.

Gewaltfrei heißt nicht nur Verzicht auf Gewalt. Gewaltfrei ist eine viel schwierigere Aufgabe – nämlich Verständnis und Einfühlung in die Ängste, die Unwissenheit, Hilflosigkeit und Unsicherheit der Menschen und Faktoren, die gewaltvolles Handeln hervorrufen.

Gandhi

Erst wen wir anfangen, den Menschen im Gegner zu sehen, hat die Gewaltfreiheit eine Chance, Früchte zu tragen. Erst dann hat sich auch einen Sinn. Das Schlüsselwort hier: Empathie

#17.

Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf. Hass hört durch Liebe auf

Buddha

Die Dunkelheit hört auf, wenn sie mit Licht, die Kälte, wenn sie mit Wärme in Berührung kommt Klick um zu Tweeten

#18.

Die Bibel gebietet uns, unsere Nächsten zu lieben und auch unsere Feinde zu lieben, wahrscheinlich deshalb, weil es in der Regel dieselben Leute sind


Es sind dieselben Leute. Denn Du hast es in der Hand, aus einem Feind den Freund zu machen. It´s all in Your head. Klick um zu Tweeten

 

Absurdität von Krieg und Gewalt

Mir Benzin ein Feuer löschen wollen. Wie verrückt muss man sein, um auf eine solche Idee zu kommen?

#19.

Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren

A. Einstein

Zumindest scheint die Maus nicht so verrückt zu sein wie der Mensch. Na ja, der Vergleich hinkt ja auch ein wenig. Immerhin kann eine Mausefalle immer nur 1 Maus töten…

#20.

Heilige Kriege sind so absurd wie gesunde Krankheiten.

Ich möchte hinzufügen: gerechte Kriege ebenfalls. Und doch sprechen Philosophen, Politiker und Theologen immer wieder von einem gerechten Krieg,

Gerechter Krieg...klingt irgendwie nach aromatischer Gestank oder betagte Eintagsfliege Klick um zu Tweeten

 

Ein gerechter Friede wäre mir tausendmal lieber.

#21.

Krieg und Krebs haben eins gemeinsam: Als Sieger geht man mit dem Besiegten zugrunde

Eins der großen Geheimnisse der Biologie: Warum wächst ein Krebs so schnell, dass er seinen Wirt und damit sich selbst zerstört?

Ein nicht weniger ungelöstes Rätsel: Warum greifen Menschen zu Krieg und Gewalt fügen sich gegenseitig Leid zu?

So rational wie der Krebs…

#22.

Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu

Das ist einer der ältesten Grundsätze der praktischen Ethik: Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.

Wollen denn alle die, die Gewalt anwenden, genauso behandelt werden?

#23.

Gewalt mit Gewalt bekämpfen heißt, neue Gewalt an die Stelle der alten setzen

Da haben wir´s wieder: Benzin auf Feuer gießen in der Hoffnung, das Feuer geht aus.

Verweigert Euch dem Krieg

Angesichts dieser Absurdität: Welcher vernünftig denkende Mensch (nun gut, ich höre Deinen Einwand: was ist schon vernünftig?), also, welcher klar denkende und menschlich empfindende Mensch kann bei sowas wie Krieg noch mitmachen?

#24.

Die Anwendung von Gewalt ist mit der Liebe unvereinbar

L. Tolstoi

Liebe oder Gewalt. Beides zusammen geht nicht. Du darfst und Du kannst Dich immer wieder entscheiden.

#25.

Ein kluger Kopf passt unter keinen Stahlhelm

A. Einstein

Logisch, sonst wäre es ja kein kluger Kopf. (Vorsicht: Bewertung! Die Frage stellt sich natürlich, was ist das denn, ein kluger Kopf und gibt es sowas überhaupt. Ich möchte „klug“ übersetzen mit: fähig, dem Leben zu dienen)

#26.

Nichts wird den Krieg beenden, wenn sich Menschen nicht selbst weigern, in den Krieg zu ziehen

A. Einstein

Leider finden die führenden Leute eines Landes und der Militärorganisationen immer wieder Menschen, die bereit sind, ihren Kopf und ihr Herz auszuschalten für einen Idee, die nicht ihre ist.

#27.

Der Krieg ist aus, wenn Du es willst

John Lennon

Zumindest Dein innerer Krieg. Und wenn immer mehr wollen, gibt es immer weniger, wenn alle wollen, keinen Krieg mehr.

Als Fazit kann man wohl sagen:

Die Frage, ob wir zum Löschen nun das Superbenzin, direktes militärisches Eingreifen mit Bomben und Waffen, oder das Normalbenzin der Unterstützung durch Tornado-Aufklärung nehmen, hat sich damit wohl erledigt.

Beides wird kaum dazu taugen, das Feuer von Krieg und Gewalt zu löschen.

Und ganz zum Schluss an alle Zweifler und Skeptiker, die sagen: Sieh her, es bringt doch nichts, wo sind die Erfolge?:

Gewaltlosigkeit braucht Zeit, um aufzublühen

In dem Wissen, dass sie die einzige gesunde Alternative ist, wünsche ich mir, dass wir uns die Zeit nehmen.

 

Frieden ist möglich,

Peter

27 Gründe; welcher davon hat Dich am meisten berührt? Oder hast Du noch einen weiteren Grund, ein beleuchtenes Zitat? Schreib unten einen Kommentar dazu. Ich freue mich, von Dir zu hören. 

Viele der hier aufgeführten Zitate und noch über 1500 mehr zu Krieg und Gewalt findest Du hier

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